Klasse 7b und „Wunder"

Ein Spind erzählt eine ganze Figur – die Klasse 7b und „Wunder"

Wie sieht der Kopf eines Romanhelden von innen aus? Unsere Schülerinnen und Schüler der 7b haben genau das sichtbar gemacht: Zum Jugendroman „Wunder" von R. J. Palacio gestalteten sie einen Charakterspind – einen Schulspind, der komplett von einer selbst gewählten Figur erzählt. Farben, Bilder, Gegenstände und Symbole verwandelten die Spinde in kleine Porträts: Schon die Gestaltung allein verrät oft, um welche Figur es geht – noch bevor man ihren Namen liest. Dazu kamen Texte, die tief in die Figuren hineinblicken – ein innerer Monolog aus einer Schlüsselszene, ein Figuren-Steckbrief mit Stärken und Schwächen, eine persönliche Lieblingsmaxime aus dem Roman. Wer wollte, schrieb außerdem einen Brief an eine andere Figur, einen Tagebucheintrag oder stellte eine eigene Playlist zusammen. Besonders stark: Gearbeitet wurde in einer selbstorganisierten Phase. Die Jugendlichen planten ihre Zeit selbst, teilten sich das Material ein und holten sich Hilfe genau dann, wenn sie sie brauchten. So wurde aus einer Buchlektüre ein Projekt, das Lesen, Kreativität und Eigenverantwortung verbindet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – eine Reihe von Spinden, die zeigen, dass hinter jeder Romanfigur ein ganzer Mensch steckt.

Ganz im Sinne des Romans, dessen Botschaft lautet: Sei freundlich, denn jeder kämpft einen Kampf, von dem du nichts weißt.